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01.03.2026 - Zweiter Fastensonntag

Unser Alltag fühlt sich oft alles andere als himmlisch an. Termine drängen, Sorgen lassen uns schlecht schlafen, Konflikte kosten Kraft – und manchmal bleibt kaum Raum für das, was uns eigentlich trägt. Genau in diese graue Wirklichkeit hinein erinnert uns das Evangelium dieser Woche an etwas Entscheidendes: Hinter dem Sichtbaren gibt es eine andere Realität – die Wirklichkeit Gottes. Eine Wirklichkeit, die nicht vergeht und die wir in Jesus Christus erfahren können.

Viele von uns kennen das: Äußere Umstände bestimmen schnell unsere Stimmung. Ein unbedachtes Wort, eine schlechte Nachricht, fehlende Anerkennung oder die ständige Erreichbarkeit. Auch gesellschaftliche Themen können uns beschäftigen, zum Beispiel Diskussionen im Wahlkampf. All das nimmt Platz in unserem Herzen ein - und plötzlich fühlen wir uns leer, unruhig oder allein. Das Evangelium lädt uns ein, ehrlich hinzuschauen: Was steht eigentlich an erster Stelle in unserem Herzen? Wovon lassen wir uns bestimmen? Wenn Christus dort Raum bekommt, verändert das unseren Blick – nicht weil alle Probleme verschwinden, sondern weil wir ihnen nicht mehr allein begegnen.

Petrus musste nach einer Erscheinung auf dem Berg wieder hinunter in den Alltag. Auch wir können die besonderen Momente des Glaubens nicht festhalten. Aber wir dürfen wissen: Christus geht mit. Er begleitet uns in stressige Arbeitstage, in schwierige Gespräche, in Zeiten von Krankheit, Überforderung oder Zweifel – ebenso wie in Auseinandersetzungen über politische Entscheidungen und die Frage, wie wir miteinander respektvoll umgehen. Sein Licht hilft uns Orientierung zu finden, wo wir den Überblick verlieren und schenkt Halt, wo wir ins Wanken geraten.

Ganz praktisch kann das heißen, sich bewusst kleine Erinnerungen zu schaffen: ein Bibelvers am Kühlschrank, ein Kreuz auf dem Schreibtisch, ein kurzes Gebet am Morgen oder ein Moment der Stille zwischendurch. Und auch das Miteinander in der Gemeinde gehört dazu – ein offenes Ohr, ein aufmunterndes Wort, das gemeinsame Erinnern daran, dass Gottes Wirklichkeit größer ist als das, was wir gerade sehen.

Möge diese Woche uns neu ermutigen, Christus einen Platz im Herzen zu geben – und so den Schlüssel zu Gottes Wirklichkeit immer wieder zur Hand zu nehmen, mitten im ganz normalen Leben.

Eine himmlische Woche wünscht Ihnen 
Gottesdienstbeauftragte Vanessa Riemer