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Sonntag im Jahreskreis</title><link>https://aschaffenburg-ost.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail-1/ansicht/21062026-12-sonntag-im-jahreskreis/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Leserin, lieber Leser,</p><p>beim Weihnachtstreffen der Priestergemeinschaft Charles de Foucauld „Jesus-Caritas“ 1994 lernte ich Pfarrer Karl Mödl kennen. Ich war noch in der Ausbildung im Priesterseminar Würzburg und durfte bereits damals schon an diesem Priestertreffen teilnehmen. Die Begegnung mit den Pfarrern, von denen viele bei der CAJ (=Christlichen Arbeiterjugend), bei der KAB (=Katholische Arbeitnehmerbewegung) oder mit anderen Aufgaben in Krankenhäusern, im Gefängnis oder auf der Straße ihre priesterliche Berufung lebten, hat mir sehr geholfen auf meinem eigenen Weg.</p><p>Wir wurden bei diesem Weihnachtstreffen am ersten Tag eingeladen uns zu Zweien auf den Weg zu machen und einander zu erzählen, wie es uns geht, was wir in den vergangenen Monaten erlebt haben und welche Gedanken uns zum Thema des Treffens: „Kirche und Arbeiterschaft“ einfallen.</p><p>Ich bin mir nicht mehr sicher, ob ich auf Karl oder ob er auf mich zugegangen ist. Sicher bin ich aber, dass dieser erste Austausch uns beide sehr nahe gebracht hat, wir uns einander öffnen und unsere Gedanken miteinander teilen konnten.</p><p>In der Zwischenzeit fanden noch weitere Weihnachtstreffen und Osterrecollektionen statt, an denen wir uns immer wieder begegneten und unsere Freundschaft weiterentwickelten.</p><p>Als Karl einmal in der Runde den Gedanken äußerte, dass er im Ruhestand von Ingolstadt weg möchte und für sich einen Platz suchte, ergriff ich die Gelegenheit und lud ihn ein nach Johannesberg zu kommen:</p><p>Wir würden uns sehr freuen, wenn Du zu uns kommst.</p><p>Dankenswerter Weise hat sich Frau Helga Scherer, unsere Kirchenpflegerin und die Schwester von Pfarrer Erich Sauer, bereit erklärt, ihre Einliegerwohnung zu renovieren, in der Karl immer noch wohnt. Leider ist Helga bereits im Januar 2026 verstorben und wir alle betrauern dies, besonders Karl, der sich sehr gut mit ihr verstand und gerne bei ihr zu Gast war.</p><p>Das alles ist nun fünfzehn Jahre her, dass Karl in Oberafferbach einen Platz gefunden hat, an dem er sich wohlfühlt, von den Menschen akzeptiert wird und mit vielen eine freundschaftliche Verbindung lebt.</p><p>Zusammen mit seinem 85. Geburtstag, den Karl am 28. Mai feiern konnte und dem Diamantenen Priesterjubiläum (60 Jahre Priester!), das am 29. Juni in der Diözese Eichstätt begangen wird, wollen wir aus Dankbarkeit mit ihm diese drei Jubiläen am kommenden Sonntag feiern.</p><p>Lieber Karl,</p><p>wir danken Dir, dass Du bei uns bist, Dich bei der KAB Glattbach, bei den Büchereien im Bereich Aschaffenburg und bei den Seniorengruppen engagierst.</p><p>Immer wieder feierst Du mit uns die heilige Messe und bringst Dich auch sonst ein, wenn Du gebraucht wirst und es Dir möglich ist: Vielen herzlichen Dank dafür!</p><p>Zusammen mit allen, die am Sonntag die Messe um 10.00 Uhr in St. Johannes Enthauptung feiern, danken wir Gott für das Geschenk Deines Leben und dafür, dass Du durch Dein Glaubenszeugnis viele Menschen ermutigst und stärkst und für sie betest.</p><p>Vielleicht sehen wir uns ja am Sonntag: Ich würde mich sehr darüber freuen!<br /><em>Nikolaus Hegler, Pfarrer</em><br />&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Worte zur Woche</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-72961</guid><pubDate>Tue, 09 Jun 2026 10:41:45 +0200</pubDate><title>14.06.2026 - 11. Sonntag im Jahreskreis</title><link>https://aschaffenburg-ost.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail-1/ansicht/14062026-11-sonntag-im-jahreskreis/</link><description>Jesu offenes Herz – Jesu große Liebe</description><content:encoded><![CDATA[<p>In dieser Woche feiern wir das Herz-Jesu-Fest, eine Woche nach dem Hochfest des Leibes und Blutes Jesu. Jesus schenkt sich uns, Jesus ist uns ganz nahe.</p><p>Wenn wir vom Herzen eines Menschen sprechen, dann meinen wir seine ganze Persönlichkeit. Wenn ich jemand ganz fest liebe, dann sage ich: ich liebe dich von Herzen. Das heißt für uns: wenn wir vom Herzen Jesu sprechen, dann meinen wir Jesus in seiner ganzen Persönlichkeit. Jesus, der aus Liebe zu uns Mensch geworden ist, der unser ganzes menschliches Schicksal mitgemacht hat - von der Geburt bis zum Tod.</p><p>Die &nbsp;Herz-Jesu-Verehrung begann im Mittelalter mit der Hl. Gertrud, der Frau aus dem Orden der Zisterzienser. Sie schrieb in ihren Werken von der Liebe Jesu in seinem geöffneten Herzen, in seiner &nbsp;ganz großen Liebe.</p><p>Die Herz-Jesu-Verehrung war dann besonders stark im 19. Jahrhundert, vor allem in Frankreich. Ein Beispiel dafür ist die große Kirche Le Sacre Coeur (das heilige Herz), die mit ihrer Kuppel den Norden von Paris überragt. Von Frankreich griff die Herz-Jesu-Verehrung auch in unser Land hinüber.</p><p>Bis heute wird jeder erste Freitag im Monat als Herz-Jesu-Freitag gefeiert. Als Kind ging ich mit meiner Mutter am Herz-Jesu Freitag in den Dom in Eichstätt, wo wir mit vielen Leuten mitgebetet und mitgesungen haben, vor dem Altar war eine große Herz-Jesu-Statue mit vielen brennenden Kerzen.</p><p>Eine alte Freundin meiner Mutter, bei der ich mich immer wohlfühlte, hatte auf dem Tisch eine Herz-Jesu-Statue stehen. Nach ihrem Tod habe ich diese Statue geerbt und sie hat noch immer einen guten Platz bei mir.</p><p>Die Herz-Jesu-Verehrung heißt: Jesus liebt mich und uns alle ohne Grenzen, deshalb dürfen wir immer hoffende Menschen sein und ihm unsere Freuden, Sorgen und Nöte sagen. Gerade heute in unsrer Zeit der Krisen und Unsicherheiten dürfen wir Christen uns als hoffende Menschen zeigen, weil wir von der Liebe Jesu umgeben sind.</p><p>Ich wünsche uns, dass wir hoffende Menschen sind in der Liebe Jesu.<br /><em>Ihr Karl Mödl, Pfr. i. R. mit dem Seelsorgeteam</em><br />&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Worte zur Woche</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-72832</guid><pubDate>Mon, 01 Jun 2026 14:32:11 +0200</pubDate><title>07.06.2026 - 10. Sonntag im Jahreskreis</title><link>https://aschaffenburg-ost.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail-1/ansicht/07062026-10-sonntag-im-jahreskreis/</link><description>Eigenbrötler oder Kumpan?</description><content:encoded><![CDATA[<p>Eigenbrötler - dieses Wort hat in unseren Ohren keinen besonders guten Klang. Da stellt man sich einen Menschen vor, dem es nur um sich, um seine Ansichten und Wehwehchen geht, der mit Scheuklappen durch die Welt geht. Eigenbrötler zeigen wenig Interesse für andere und an anderen Menschen, ziehen sich gerne zurück und werden mit der Zeit oft sonderbar. Eigenbrötler gibt es in vielen Variationen, vom komischen Kauz und Sonderling bis hin zum brutalen Egoisten, der nur eines kennt nämlich sich selbst.</p><p>Das Wort Eigenbrötler leitet sich in unserer Sprache von „Brot“ ab und meint einen, der sein Brot nur für sich und allein isst. Der nicht gelernt hat, sein Brot mit anderen zu teilen.</p><p>Ein anderer Schlag Mensch ist der „Kumpan“, wörtlich aus dem Lateinischen übersetzt: Einer, der sein Brot mit anderen isst. Der sitzt mit anderen am Tisch, kreist nicht nur um sich selbst, hört, was andere bewegt und Sorgen macht, lacht, diskutiert, wird durch Anfragen und fremde Gedanken immer wieder angeregt.</p><p>In diesen Tagen feiern wir in unserer Pfarreiengemeinschaft Fronleichnam und tragen eine runde Scheibe Brot in der Monstranz durch die Straßen unserer Dörfer, schauen zu ihr hoch und halten sie hoch. Sie stellt uns einen vor Augen, der alles andere als ein Eigenbrötler war. Seine Geschichten und Gleichnisse, seine Worte waren für viele Menschen wie Brot. Seine heilsamen Berührungen gaben vielen neue Kraft und Lebensmut.</p><p>Dieses Brot in der Monstranz erinnert uns an einen, der Menschen um sich sammelte, mit seinen zwölf Freunden das Brot teilte und aß, sich in die Häuser einladen ließ, sogar von verdächtigen Kumpanen, um die so mancher einen weiten Bogen machte.</p><p>Dieses Brot in der Monstranz erinnert uns an einen, dem die kleinen Wörtchen „für“ und „mit“ in Fleisch und Blut übergegangen waren. Dessen großes Ziel es war, dass er Gemeinschaft zwischen den Menschen herstellen wollte, egal wohin er kam.</p><p>Dieses Brot in der Monstranz erinnert uns daran, dass das Brot, das wir teilen, nicht weniger wird; dass etwas wächst und aufblüht, wenn wir einander teilnehmen lassen an unseren Erfahrungen und unseren Enttäuschungen.</p><p>Dieses Brot will uns aber auch davor warnen, nur für unser eigenes Brot zu sorgen, also zu „Eigenbrötlern“ zu werden.</p><p>Einen gesegneten Sonntag und eine gute Woche wünscht<br /><em>Diakon Alexander Fuchs</em><br />&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Worte zur Woche</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-72570</guid><pubDate>Mon, 18 May 2026 17:16:27 +0200</pubDate><title>24.05.2026 - Pfingsten</title><link>https://aschaffenburg-ost.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail-1/ansicht/24052026-pfingsten/</link><description>Pfingsten – welche Bedeutung hat dieses Fest eigentlich für uns im Alltag?</description><content:encoded><![CDATA[<p><br />„Juhu, ein langes Wochenende!“ Oder vielleicht doch eher: „Pfingsten – was war das nochmal?“ Tatsächlich zeigen Umfragen seit Jahren, dass viele Menschen in Deutschland die Bedeutung des Pfingstfestes kaum noch kennen. Dabei ist gerade Pfingsten ein zentrales Fest unseres Glaubens: Es gilt als der „Geburtstag der Kirche“. Die Apostelgeschichte erzählt davon, wie Menschen durch Gottes Geist Mut fanden, aufzubrechen, Hoffnung weiterzugeben und Gemeinschaft zu leben. Von hier aus begann die Verbreitung der Frohen Botschaft. Aus Angst wurde Aufbruch. Aus einzelnen Menschen entstand Gemeinschaft. Vielleicht ist Pfingsten deshalb bis heute so aktuell: weil unsere Welt genau das braucht – Hoffnung, Zusammenhalt und Menschen, die einander tragen.</p><p>Geburtstage sind uns normalerweise wichtig. Wir feiern sie, kommen zusammen und zeigen einem Menschen: Schön, dass es dich gibt. Beim Geburtstag der Kirche geschieht das oft weniger selbstverständlich. Dabei lebt Kirche nicht nur von Gebäuden oder Traditionen, sondern von Menschen, die glauben, mitfeiern, mitdenken und mitgestalten. Von Menschen, die sich fragen: Was trägt mich eigentlich? Was gibt meinem Leben Hoffnung und Richtung?</p><p>Vielleicht lohnt sich deshalb an Pfingsten auch einmal die persönliche Frage: Möchte ich eigentlich Teil dieses Geburtstagsfestes sein? Oder ist das eher eine Feier, zu der ich nicht hingehe, weil ich einfach keine Lust habe, keinen Bezug mehr dazu finde...? Tiefer gefragt: Was bedeutet mir meine Religion? Mein Glaube? Christ sein? Ist Kirche für mich eher eine schöne Erinnerung an besondere Momente – Weihnachten, Taufe, Hochzeit oder Erstkommunion – oder auch heute noch ein Ort, der mich trägt und begleitet?</p><p>Gerade an den großen Festen spürt man oft, wie sehr Menschen nach Gemeinschaft, Hoffnung und Sinn suchen. Kirchen füllen sich, Rituale verbinden Generationen, Glaube wird sichtbar und lebendig. Umso schöner wäre es, wenn wir die Einladung dieses Geburtstagsfestes annehmen und neu entdecken: Kirche lebt von Menschen, die mitfeiern, mitdenken und sich einbringen. Nicht perfekt, aber miteinander.</p><p>Vielleicht ist Pfingsten deshalb mehr als nur ein verlängertes Wochenende. Vielleicht ist es eine Einladung, wieder einmal vorbeizuschauen, mitzufeiern oder der Kirche sogar ein Geschenk mitzubringen – Zeit, Ideen, Engagement oder einfach offene Begegnung. Denn jeder Geburtstag wird schöner durch die Menschen, die ihn mitfeiern.</p><p>Einen frohen Sonntag wünscht Ihnen<br /><em>Gottesdienstbeauftragte Dr. Julia Glaser</em><br />&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Worte zur Woche</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-72390</guid><pubDate>Mon, 11 May 2026 11:37:03 +0200</pubDate><title>17.05.2026 - 7. Sonntag der Osterzeit</title><link>https://aschaffenburg-ost.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail-1/ansicht/17052026-7-sonntag-der-osterzeit/</link><description>Jesus der Auferstandene ist auch der Erhöhte.</description><content:encoded><![CDATA[<p>In dieser Woche feiern wir das Hochfest des „Hinaufsteigens Jesu in den Himmel“, volkstümlich bezeichnet als Christi Himmelfahrt. An vielen Orten wird das bildlich dargestellt: wenn eine Figur des Auferstandenen feierlich hinaufgezogen wird in ein großes Loch in der Decke der Kirche.</p><p>Eigentlich müsste es heißen: Jesus lässt sich &nbsp;zum letzten Mal vor seinen Jüngerinnen und Jüngern sehen.</p><p>Jesus der Auferstandene ist derselbe und doch anders. Es heißt: er ist ganz beim Vater im Himmel. Wir können ihn nicht sehen und doch ist er da.</p><p>Die Seinen können ihn nur sehen, wenn er es will. Jesus ist bei seinen Jüngerinnen und Jüngern, damit sie Zeugen seiner Auferstehung sein können. Er zeigt sich mit seinen Wunden als der Gekreuzigte, er lässt sich berühren, er isst mit ihnen, er sagt: ich bin es wirklich, ich lebe.</p><p>Er will auch uns sagen: Auch für dich ist der Tod nicht das Ende, du wirst leben bei mir und meine ganze Liebe erfahren.</p><p>Dieses Fest hat noch eine andere Bedeutung. Die Tage zuvor sind die Bitttage, an denen zu verschiedenen Orten zu verschiedenen Anliegen betend gegangen wird. An diesem Festtag war dann die große Flurprozession. Mit Jesus in der heiligen Hostie gingen die Menschen weit hinaus in die Felder und beteten um eine gute Ernte und um Schutz vor Unwetter.</p><p>Seit kurzem wird dieser Tag auch als Vatertag begangen. Die Mutter ist zwar die wichtigste Bezugsperson für die Kinder, aber auch der Vater ist eine wichtige Bezugsperson, damit die Kinder &nbsp;mit väterlicher Hilfe zu reifen Personen heranwachsen können.</p><p>Ich wünsche uns allen eine gesegnete Woche.<br /><em>Ihr Karl Mödl, Pfr. i. R. mit dem Seelsorgeteam</em></p>]]></content:encoded><category>Worte zur Woche</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-72243</guid><pubDate>Mon, 04 May 2026 15:29:17 +0200</pubDate><title>10.05.2026 - 6. Sonntag der Osterzeit</title><link>https://aschaffenburg-ost.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail-1/ansicht/10052026-6-sonntag-der-osterzeit/</link><description>Es hat einen Sinn</description><content:encoded><![CDATA[<p>In einer Zeit, in der Kirche immer weniger gefragt ist, wird sie immer mehr hinterfragt, manchmal in ihrer Sinnhaftigkeit auch angezweifelt. Da beginnen Texte wie die Lesung aus dem Petrusbrief vom Sonntag neu an Aktualität zu gewinnen:</p><p>„Heiligt vielmehr in eurem Herzen Christus, den Herrn! Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die euch erfüllt.“</p><p>Diesen urchristlichen Satz möchte ich mit einem Ausspruch des verstorbenen tschechischen Präsidenten Vaclav Havel ins Heute übersetzen. Als man einmal danach fragte, was Hoffnung für ihn bedeutet, gab er zur Antwort: „Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas einen Sinn hat, egal wie es ausgeht.“</p><p>Wenn man nun den Rat des Petrusbriefes: „Heiligt vielmehr in eurem Herzen Christus, den Herrn! Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die euch erfüllt“, in der Denkweise von Vaclav Havel betrachtet, könnte er bedeuten:</p><ul><li>Es hat einen Sinn, die Worte, die Jesus gesprochen hat, die Werte, die er vorgelebt hat, zu beherzigen, egal was andere darüber denken.</li><li>Es hat einen Sinn, das, was diesem Jesus heilig, wichtig und wertvoll war, im Leben umzusetzen, auch wenn es mir oft nur in Bruchteilen gelingt.</li><li>Es hat einen Sinn, sein Leben als einen Dienst zu verstehen, auch wenn ich dadurch nicht groß herauskomme.</li><li>Es hat einen Sinn, Kindern vom Beispiel Jesu zu erzählen, sie in eine Gemeinschaft einzuführen, die miteinander Gott feiert, ihn lobt, ihm dankt und um Hilfe bittet, auch wenn ihnen später die Kirche vielleicht fremd wird.</li><li>Es hat einen Sinn, an den Wert meines eigenen Bemühens zu glauben, auch wenn ich oft hinter mir selbst zurückbleibe und scheinbar nichts Großes bewirke.</li><li>Es hat einen Sinn, wenn ich mich um Frieden in meinem kleinen Umfeld bemühe, auch wenn dadurch noch lange kein Weltfrieden entsteht.</li><li>Es hat einen Sinn, daran zu glauben, dass mir Einer beisteht und mein Leben mit mir geht, auch wenn ich manchmal nichts davon spüren kann.</li></ul><p>Welches Hoffnungspotential könnten Sie dieser kleinen Hoffnungsliste hinzufügen?</p><p>Einen gesegneten Sonntag und eine gute Woche wünscht Ihnen<br /><em>Diakon Alexander Fuchs</em><br />&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Worte zur Woche</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-72108</guid><pubDate>Mon, 27 Apr 2026 15:33:55 +0200</pubDate><title>03.05.2026 - 4. Sonntag der Osterzeit</title><link>https://aschaffenburg-ost.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail-1/ansicht/26042026-4-sonntag-der-osterzeit-1/</link><description>Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an mich!</description><content:encoded><![CDATA[<p><br />Joh 14,1 - vgl. Joh 14,1-12 Evangelium vom Sonntag</p><p>Liebe Leserin! lieber Leser!</p><p>in den widersprüchlichen Meldungen unserer Tage wird Unsicherheit geschürt. Ob es die Aussagen zur Rentenreform hierzulande sind oder Meldungen über Friedensschlüsse fernab und Bombardements in den selben Regionen weltweit oder ob es um das freigewählte Ende des Lebens wegen einer drohenden Erkrankung ist.</p><p>Was ist richtig? Was stimmt? Auf was können wir uns verlassen?</p><p>Solche und ähnliche Fragen bringen mich ins Grübeln, bereiten mir Kopfzerbrechen, stellen mich und mein Leben immer wieder neu infrage.</p><p>Geht es Ihnen auch so? Oder lassen Sie diese Meldungen kalt? Vielleicht boykottieren sie diese, weil Sie bereits genervt sind und sie nicht mehr ertragen können und wollen.</p><p>Wie beruhigend wirken da die Worte Jesus (s.o.), die er im Abendmahlsaal mit seinen Jüngern teilt. Und wie vorausschauend sind diese Abschiedsworte vom Herrn gewählt, mit denen er seinen Freundinnen und Freunden Mut machen will für die Zeit, in die sie auf sich selbst gestellt sind.</p><p>Mir machen sie Mut, diese Worte am Beginn des Sonntagsevangelium. Und ich bin dankbar, dass ich sie auch auf mich und meine Situation beziehen darf um mehr Klarheit und um mehr Vertrauen wieder neu zu erhalten. Denn das, was auf mich und auf uns zukommen wird, ist nicht ohne. Die immer größer werdenden Einheiten, die Verantwortung und die Zuständigkeit, die von oben nach unten einfach durchgesetzt werden. Dabei wird so getan, dass dies alles ohne weiteres so weiterlaufen wird und der einzelne vor Ort schon einen Weg finden wird, mit dem er diese Herausforderung bewältigen kann. Oder sein Scheitern wird sehenden Auges in Kauf genommen.</p><p>Ich habe Mut und Vertrauen, dass wir im Pastoralen Raum Aschaffenburg-Ost, zu dem Goldbach, Haibach, Hösbach, Glattbach und Johannesberg gehören, einen guten Weg finden werden. Es wird zwar anfangs noch etwas holprig sein, aber wir werden miteinander in diesen Herausforderungen bestehen und gemeinsam daran wachsen.</p><p>„Glaubt an Gott und glaubt an mich!“</p><p>Mit dieser Zusage will Jesus uns stärken. Wie meint er dies? Und wie können wir dies heute verstehen?</p><p>Zum einen verkündet Jesus Gott als seinen barmherzigen Vater. Ein inniges Verhältnis ist tragend, ein unerschütterliches Vertrauen bis in den Tod hinein ebenfalls.</p><p>Die Ermutigung „an Gott zu glauben“ meint, an den Gott Jesu zu glauben, der voll und ganz auf der Seite Jesu steht und sich so eindeutig zum Menschen bekennt, den er innig liebt.</p><p>Und das macht mir Mut und schenkt mir Vertrauen: denn Gott geht alle Wege mit!</p><p>„Glaubt an mich!“ ist dann eine weitere Variante des Glaubens Jesu, der ja „am Herzen des Vaters ruhte“ (vgl. Joh 1,18) um uns Kunde von Gott zu bringen. Sein Lebenszeugnis, seine Reden, mehr noch sein Handeln an den Menschen zeigt, dass sich Gott voll und ganz auf die Seite derjenigen stellt, die Hilfe bedürfen, die ausgestoßen sind, die krank und daher abgesondert von der Gemeinschaft ihr Dasein fristen müssen. Jesus geht auf sie zu. Jesus berührt sie. Und Jesus isst sogar mit ihnen: Er will die Gemeinschaft mit jedem Menschen, ohne Ausnahme. Und das ist mir sehr, sehr sympathisch. Und mit diesem Jesus will ich meinen Dienst auch weiterhin glaubensfroh und voller Hoffnung einbringen, mit ihnen diesen Glauben leben und mit ihnen feiern.</p><p>Haben Sie nicht auch Lust und Vertrauen, mit diesen Gott „Mauern zu überspringen“ (Ps 18,30) und Gemeinschaft neu zu erleben und zu erfahren? Sie sind alle herzlich willkommen!</p><p>Ihnen und Ihren Angehörigen wünsche ich einen frohen Sonntag und eine gute Woche.<br /><em>Ihr Nikolaus Hegler, Pfarrer</em><br />&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Worte zur Woche</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-71987</guid><pubDate>Tue, 21 Apr 2026 10:03:21 +0200</pubDate><title>26.04.2026 - 4. Sonntag der Osterzeit</title><link>https://aschaffenburg-ost.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail-1/ansicht/26042026-4-sonntag-der-osterzeit/</link><description>Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben</description><content:encoded><![CDATA[<p>Im Evangelium des kommenden Sonntags hören wir ein zentrales Wort Jesu: „Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.“</p><p>Dieses Wort fasst die Bilder und Gleichnisse zusammen, in denen Jesus sich als der gute Hirte beschreibt – einer, der die Menschen kennt, sie begleitet und ihnen Schutz und Orientierung gibt. Auch wenn das Bild der Schafe heute fremd wirkt, macht Jesus mit diesem Satz deutlich, worum es ihm geht: Er will den Menschen den Weg zu einem erfüllten Leben zeigen und sie dorthin führen.</p><p>Doch was bedeutet „Leben in Fülle“ eigentlich? Viele verstehen darunter ein gelungenes Leben im irdischen Sinn: Gesundheit, Sicherheit, Familie, Freundschaften, Wohlstand oder schöne Erfahrungen wie Reisen. Jeder Mensch verbindet damit eigene Wünsche und Vorstellungen. Auch in Nachrufen wird oft betont, dass ein Verstorbener ein erfülltes Leben hatte – sichtbar etwa an Familie, Besitz oder Erlebnissen.</p><p>Es ist daher wichtig, immer wieder zu hinterfragen, was wirklich wesentlich ist. Jesus meint mit dem „Leben in Fülle“ nämlich mehr als ein gelungenes irdisches Leben. Seine Botschaft überschreitet die Grenzen von Raum und Zeit und öffnet den Blick auf das Ewige. Für ihn bedeutet Leben in Fülle die Vollendung des Menschen in der liebenden Gegenwart Gottes – das ewige Leben. Als „Tür“ weist er den Weg dorthin: Wer ihm folgt, erreicht das Ziel, zu dem Gott ihn berufen hat.</p><p>Diese Perspektive wird auch von Franz von Sales aufgegriffen, der sagt: „Die Liebe Gottes zerstört nicht, sie vollendet.“ Gott sehnt sich danach, dass der Mensch seine Liebe erwidert, weil darin das wahre, erfüllte Leben liegt. Er zieht die Menschen auf vielfältige Weise zu sich und lädt sie ein, seine Liebe zu erkennen und anzunehmen.</p><p>Dabei bleibt der Mensch frei in seiner Entscheidung. Doch nach Franz von Sales gibt es keinen besseren Weg zum Glück als den, Gott zu folgen. Jesus, der gute Hirte, zeigt diesen Weg durch sein Leben und Handeln. Die entscheidende Frage bleibt daher: Wollen wir diesem Hirten folgen und uns auf das Leben einlassen, das er verheißt – ein Leben in Fülle, das über das Irdische hinausgeht?</p><p>Ich wünsche Ihnen allen eine gute Woche und die Erfahrung, dass Gott uns begleitet und uns Schritt für Schritt zu einem erfüllten Leben führt.</p><p><em>Christian Sauer, Gottesdienstbeauftragter</em><br />&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Worte zur Woche</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-71860</guid><pubDate>Tue, 14 Apr 2026 11:56:49 +0200</pubDate><title>19.04.2026 - 3. Sonntag der Osterzeit</title><link>https://aschaffenburg-ost.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail-1/ansicht/19042026-3-sonntag-der-osterzeit/</link><description>Seliger Marcel Callo-Märtyrer der Arbeiterjugend</description><content:encoded><![CDATA[<p>Am kommenden Sonntag wird sein Gedächtnis gefeiert. Marcel wurde 1921 in Rennes in einer großen Familie geboren.</p><p>Er war zunächst bei den Pfadfindern, dann trat er der Christlichen Arbeiterjugend (JOC) bei und übernahm sehr bald Verantwortung, er sah sich als Apostel Jesu bei der Arbeiterjugend.</p><p>Er war gelernter Buchdrucker. Der Ausspruch „ein junger Arbeiterjugendlicher ist mehr Wert als alles Gold der Welt“ war ihm besonders wichtig.</p><p>1943 wurde er als Zwangsarbeiter nach Deutschland geschickt, nach Zella-Mehlis. Er sagte: jetzt gehe ich als Apostel nach Deutschland. Er organisierte vieles für die Gemeinschaft seiner Kameraden: Theater, Musik, Gottesdienste. Das missfiel der deutschen Polizei. Als guter Katholik war er eine Gefahr für das deutsche Volk. Er wurde ins Gefängnis nach Gotha eingeliefert. Auch dort zeigte er seine ganze Liebe seinen Mitgefangenen.</p><p>Deshalb kam er ins Konzentrationslager nach Flossenbürg, dort musste er mit den andern in den Steinbrüchen schwere Arbeit leisten. Dann wurde er ins Konzentrationslager Mauthausen, Nebenslager Gusen überführt. Auch hier teilte er alles mit seinen Mitgefangenen trotz großer gesundheitlichen Schwächen. Er war für sie wie ein Engel der Liebe.</p><p>Kurz vor der Befreiung des Lagers starb er am 19. März 1945.</p><p>In seinen zahlreichen Briefen an seine Familie sprach er von seinem tiefen Glauben. „Glücklicherweise gibt es einen Freund, der mich nicht einen einzigen Augenblick verlässt, nämlich Jesu.“</p><p>Im Jahr seiner Seligsprechung 1987 führten wir, die CAJ-Bayern und der süddeutsche Verband der KAB, einen Gottesdienst am 4. Oktober im Konzentrationslager Flossenbürg durch. Als damaliger Landeskaplan der CAJ-Bayern bereitete ich ihn mit Jugendlichen vor und gestaltete ihn mit ihnen.</p><p>Zuvor besichtigten wir das Konzentrationslager, wo uns bewusst wurde, wie Menschen dort gequält wurden. Für mich ist Marcel Callo ein großartiges Vorbild in tiefer Beziehung zu JESUS und in Gemeinschaft jungen Menschen.</p><p>Ich wünsche uns allen, das wir von ihm lernen, Apostel Jesu im Alltag zu sein.</p><p><em>Ihr Karl Mödl, Pfr. i. R. mit dem Seelsorgeteam</em></p>]]></content:encoded><category>Worte zur Woche</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-71703</guid><pubDate>Tue, 07 Apr 2026 09:58:37 +0200</pubDate><title>12.04.2026 - 2. Sonntag der Osterzeit</title><link>https://aschaffenburg-ost.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail-1/ansicht/12042026-2-sonntag-der-osterzeit/</link><description>Wenn ich nicht… dann…</description><content:encoded><![CDATA[<p>„Wenn ich nicht die Wunden der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in das Mal der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht!“</p><p>Ganz schön einfordernd, was dieser Thomas da loslässt. Wenn das, was ich fordere nicht erfüllt wird, dann ist es aus - mit der Beziehung zu ihm und zu euch.</p><p>Ähnliche Situationen kennen wir doch auch:</p><ul><li>„Mama, wenn ich nicht das Handy XY bekomme, wie meine Freunde es haben, dann…..“</li><li>„Wenn du jetzt bald nicht dein Studium ernster nimmst, dann kannst du von uns keine Unterstützung mehr erwarten.“</li><li>„Wenn du mir nicht beweisen kannst, dass du dich um diese Uhrzeit mit dem getroffen hast, dann glaub ich dir nicht, warum du so spät heimgekommen bist.“</li></ul><p>Solche „wenn nicht - Bedingungen“ bringen in Zugzwang. Solche Beweisaufforderungen grenzen oft an Erpressung.</p><p>Das muss diesen fordernden Jünger Thomas perplex gemacht haben. Ohne zu zögern kommt dieser Jesus seinen erpresserischen Forderungen nach: „Streck deinen Finger hierher aus und siehe meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!“</p><p>Aber das Evangelium erzählt dann überraschender Weise nichts davon, dass Thomas der Einladung gefolgt ist und seine Hände in die Wunde gelegt hat. Nichts davon, dass er seine Forderung wahrmacht ist. Im Gegenteil, Thomas verzichtet auf den Beweis und glaubt Jesus. Es kommt zum größten Glaubensbekenntnis, das im Johannesevangelium zu finden ist: „Mein Herr und mein Gott!“</p><p>Was sagt diese Begegnungsgeschichte des Thomas mit dem Auferstandenen?</p><p>Es nützt nichts, wenn ich auf die Worte „wenn ich nicht…, dann…“ mit Worten reagiere wie: „Jetzt reicht´s mir aber, jetzt wird´s mir zu bunt“ und in Gegenwehr gehe und den Spieß umdrehe mit Vorwürfen wie „Was bist du einer oder eine die so mit mir reden. Was bildest du dir ein?“</p><p>Das Evangelium rät eher, sich auf die Bedingung des Fordernden einzulassen und ihn damit zu verblüffen. Denn wenn dieser sich ernstgenommen fühlt, wenn er spürt, dass mir an der Beziehung zu ihm etwas liegt und er von meiner Offenheit überrascht wird, dann kann es wie im Evangelium zu einem Aha-Erlebnis kommen, dass mir erneut Glauben geschenkt wird, ohne dass ich die Beweislast bis ins letzte ausführen muss.</p><p>Freilich: Es bleibt ein Restrisiko. das Johannesevangelium rät: Hab du selber Glauben und wag es einfach!</p><p>Einen gesegneten Sonntag und eine gute Woche wünscht<br /><em>Diakon Alexander Fuchs</em><br />&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Worte zur Woche</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-71513</guid><pubDate>Mon, 30 Mar 2026 12:58:43 +0200</pubDate><title>05.04.2026 - Ostersonntag</title><link>https://aschaffenburg-ost.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail-1/ansicht/05042026-ostersonnta/</link><description>Lumen Christi! - Deo Grátias! 
Christus, das Licht! - Dank sei Gott!</description><content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Leserin! lieber Leser!</p><p>Bevor das feierliche Exsultet (lateinisch: es jauchze), das Osterlob, gesungen wird und die Lichtfeier der Osternacht ihren Höhepunkt erreicht, wird die am Osterfeuer entzündete Osterkerze mit dem dreimaligen Ruf: „Lumen Christi!“ und der dreimaligen Antwort aller Versammelten: „Deo grátias!“ in die Kirche getragen.</p><p>Nach und nach breitet sich das Licht der Osterkerze im Kirchenraum aus.</p><p>Jede und jeder, der diese wichtigste Feier im Kirchenjahr miterlebt, erhält nun Licht von der Osterkerze. Dieses Licht lässt nun das eigene Gesicht im Kerzenschein erleuchten.</p><p>Es ist dies ein Bild dafür, dass die Getauften nun selber Licht sind und Licht in die Dunkelheit unserer Zeit und unserer Welt bringen sollen: Das: „Ihr seid das Licht der Welt!“ der Bergpredigt, bekommt hier eine Erneuerung und eine Vertiefung: Wir Christen sollen das, was wir in der Osternacht, die aus den vier Teilen: Licht - Wort - Taufe/Wasser - Eucharistie besteht, erfahren, uns nun einverleiben und selber daraus leben, es mit unserem Leben verkünden.</p><p>Doch was bedeutet das konkret: Licht werden?</p><p>Die Tage zuvor können uns dazu einige Anregungen geben:</p><p>Am Palmsonntag reitet Jesus auf einer Eselin in die Stadt Jerusalem ein und wird von allen bejubelt und verehrt. Er lässt sich davon nicht beirren, lässt sich auch nicht hinreisen hochnäsig zu werden oder gar auf andere verächtlich herabzuschauen.</p><p>Am Gründonnerstag setzt er ein ungeheuerliches Zeichen: seinen Jüngern wäscht er die Füße, geht vor denen auf die Knie, die ihn später verleugnen, verraten und verkaufen werden. In Demut und in Liebe sucht er die Gemeinschaft zu seinen Freunden. Immer in der Hoffnung, dass sie sich doch noch zum Guten hinkehren.</p><p>Und am Gründonnerstag schenkt er den Seinen ein besonderes Zeichen. Mit der Einsetzung der Eucharistie: Brot - mein Leib für Euch!, Kelch mit Wein - mein Blut für Euch!, gibt er uns ein Sakrament seiner Gegenwart, die wir in jeder Messfeier bekennen. Anderen etwas „von uns“ geben, Zeichen unserer Verbundenheit und Liebe schenken, Hoffnung und Vertrauen in den anderen setzen sind alles Möglichkeiten für andere Licht zu sein.</p><p>Am Karfreitag nimmt Jesus das ungerechte Urteil hin und geht den Kreuzweg. Hier begegnen ihn Menschen, die für ihn wie Licht sind: Simeon von Kyrene, der ihn das Kreuz tragen hilft; Veronika, die ihm das Schweißtuch reicht; die Frauen, die um ihn weinen und klagen; seine Mutter, die trotzdem zu ihrem Sohn steht und den schweren Weg mitgeht.</p><p>Für mich sind das alles Impulse, wie wir füreinander Licht werden können.</p><p>Es geht also in der Feier der Osternacht nicht darum, dass wir uns um das Licht Jesu Christi versammeln, sondern darum mit diesem Licht in unsere Wirklichkeit hineinzugehen und dort das weiterzuführen, wofür er, der Herr, gelebt und gelitten und gestorben ist.</p><p>Die Kraft des Lichtes unserer Osterkerzen soll uns und anderen zur Ermutigung und zur Stärkung werden. Als ein Zeichen der Aufmerksamkeit will sie uns und anderen Trost und Verbundenheit schenken. Als Licht im Dunkel unseres Leben will das Licht an den Auferstandenen erinnern, der immer mit uns unterwegs ist.</p><p>Ich wünsche es Ihnen und ich wünsche es uns allen:<br />Lumen Christi! Deo grátias!</p><p>Ihnen und Ihren Angehörigen wünsche ich<br /><strong>FROHE OSTERN!</strong><br /><em>Ihr Nikolaus Hegler, Pfarrer</em><br />&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Worte zur Woche</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-71364</guid><pubDate>Tue, 24 Mar 2026 12:51:05 +0100</pubDate><title>29.03.2026 - Palmsonntag</title><link>https://aschaffenburg-ost.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail-1/ansicht/29032026-palmsonntag/</link><description>Im Mittelpunkt des Evangeliums zum kommenden Palmsonntag steht ein Esel. Was verbinden wir mit einem Esel?</description><content:encoded><![CDATA[<p>Ein praktisches, geduldiges Tier, manchmal auch störrisch, das aber sehr belastbar ist. Jesus wählt für seinen Einzug in Jerusalem bewusst einen Esel. Er zieht nicht ein wie ein König hoch zu Ross, um seine Macht zu demonstrieren. Er kommt auf einem geliehenen Esel, ganz unscheinbar, demütig, ohne Waffen und ohne Imponiergehabe.</p><p>Ein triumphaler Empfang wird ihm bereitet. Zur Ehrerbietung breitet man sogar Kleider auf dem Weg aus oder schneidet Zweige von den Bäumen und streut sie auf den Weg. Die Menge ruft ihm „Hosanna“ entgegen.</p><p>Wir alle wissen, dass aus den „Hosanna-Rufen“ kurz danach die lauthalse Aufforderung wurde: „Kreuzige ihn“. Auch wir kommen vielleicht manchmal ins Grübeln und Zweifeln über unseren Gott, dem wir unser Vertrauen schenken. Ist er für uns noch da, wenn wir all die Naturkatastrophen, die Kriege und das Leid und Elend auf der Welt beobachten?</p><p>Mit seinem vielleicht etwas störrischen Einzug in Jerusalem hält er uns immer wieder vor Augen, dass Glauben nicht vor Problemen bewahrt, auch nicht vor Leid.</p><p>Aber er hat uns gezeigt, wir können unsere Sorgen auf den für ihn ausgebreiteten Kleidern ablegen. Und wir können sicher sein: Wenn wir unsere Last mit Jesus tragen, werden wir spüren, dass er uns zugleich Kraft zum Tragen schenkt.</p><p>Ich wünsche Ihnen eine schöne Karwoche<br /><em>Andrea Leitzinger, Gottesdienstbeauftragte</em><br />&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Worte zur Woche</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-71213</guid><pubDate>Tue, 17 Mar 2026 13:11:43 +0100</pubDate><title>22.03.2026 - Fünfter Fastensonntag</title><link>https://aschaffenburg-ost.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail-1/ansicht/22032026-fuenfter-fastensonntag/</link><description>Misereor – Blick auf die Armen in der Welt.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Am kommenden Sonntag ist wieder der Misereor-Sonntag. Wir treffen uns zum Solidaritätsessen und spenden für die Armen in der Welt.</p><p>Die Aktion Misereor wurde 1958 von den deutschen Bischöfen ins Leben gerufen. Besonders hat sich dabei eingesetzt der Kardinal Josef Frings von Köln und die Pax Christi-Bewegung mit ihrem Präsidenten Bischof Josef Schröffer von Eichstätt.</p><p>Deutschland war von den Nöten der Nachkriegszeit wieder aufgestanden. Begegnungen mit Bischöfen aus dem südlichen Teil der Erde öffneten die Augen für die Menschen in den armen Ländern. Es wuchs die Erkenntnis, dass die Kirche, das Volk Gottes, wirklich eine Weltkirche ist. Die Kirche in den andern Ländern ist eigenständig und nicht ein Anhängsel der Kirche in Europa.</p><p>Außerdem haben wir Deutschen in großer Not viel Hilfe erfahren, zum Beispiel durch die Care-Pakete vom ehemaligen Kriegsgegner, aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Die Deutschen erkannten auch immer mehr, dass sie nur in Gemeinschaft mit Europa wirken und leben können.</p><p>Auch unsere ehemaligen Gegner wussten das, dass Deutschland am besten in Europa fest eingebunden sein müsse.</p><p>Bei uns wuchs auch das Bewusstsein für eine Gemeinschaft, für ein solidarisches Handeln. Alle Menschen auf der Erde gehören zusammen.</p><p>Die Aktion Misereor ist nach einem lateinischen Wort benannt: Ich werde ganz davon erfasst, Erbarmen zu üben, die Suche nach Erbarmen prägt mich.</p><p>Seit einiger Zeit arbeiten die beiden kirchlichen &nbsp;Werke „Misereor“ katholisch und „Brot für die Welt“ zusammen. Das ist gut so. Die kirchlichen Werke haben den Vorteil durch die Pfarreien in der ganzen Welt ein weltweites Netz zu haben, so dass Hilfe vor Ort besser möglich ist als Hilfe zur Selbsthilfe.</p><p>Als Christen können wir zeigen, dass wir aus der Apostelgeschichte lernen: Sie waren ein Herz und eine Seele, sie teilten alles miteinander, es gab keine Armen unter ihnen.</p><p>Ich wünsche uns allen ein gesegnetes Wochenende miteinander und füreinander.<br /><em>Ihr Karl Mödl, Pfr. i. R. mit dem Seelsorgeteam.</em><br />&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Worte zur Woche</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-71072</guid><pubDate>Tue, 10 Mar 2026 11:42:59 +0100</pubDate><title>15.03.2026 - Vierter Fastensonntag</title><link>https://aschaffenburg-ost.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail-1/ansicht/15032026-vierter-fastensonntag/</link><description>Freue Dich!</description><content:encoded><![CDATA[<p>auf Lateinisch: Laetare! Das ist der Ruf des vierten Fastensonntags. Sicherlich kann man Lebensfreude nicht einfach befehlen oder herbeizwingen. Diese wird letzten Endes immer ein Geschenk bleiben. Aber sehnen wir uns nicht alle nach Tipps, die uns vielleicht helfen könnten, dieser Lebensfreude auf die Spur zu kommen? Vielleicht können uns heute ein paar alte Ratschläge aus dem 13. Jahrhundert dabei nützlich sein. Thomas von Aquin hat sie in einer kleinen Schrift mit dem Titel „Gegen die Traurigkeit des Gemüts“ zusammengestellt. Zum Erstaunen zählt der Theologe darin ganz banale und alltägliche Dinge auf, die nötig sind, damit die Freude in unserem Leben wachsen kann. Seine Tipps lauten: Genießen, schlafen, schwimmen, weinen, mit Freunden sprechen und beten.</p><p><strong>Genießen</strong>: Im Talmud, einer jüdischen Auslegung alttestamentlicher Texte, heißt es: „Am jüngsten Tag wird der Mensch Rechenschaft ablegen müssen über alle guten Dinge, die er hätte genießen können, aber nicht genossen hat.“</p><p><strong>Schlafen</strong>: weil ich dadurch loslassen kann, was mich so umtreibt und oft auch fesselt. Weil der Schlaf mir bewusst macht, dass ich nicht nur von meiner eigenen Leistung und Schaffenskraft das Heil erwarten kann, sondern dass mir vieles nicht nur im Schlaf, sondern überhaupt im Leben einfach zufällt.</p><p><strong>Schwimmen</strong>: dieses Gefühl: Ich muss mich bewegen und zugleich werde ich getragen. Diese Einsicht: Manchmal muss ich mich wirklich abstrampeln und doch werde ich nicht fallen gelassen.</p><p><strong>Weinen</strong>: „Tränen lügen nicht“. Das wusste ein Thomas von Aquin schon lange vor dem bekannten Schlager. Weil Tränen Giftstoffe ausschwemmen, weil sie ein Zeichen des ehrlichen Gefühls und echter Menschlichkeit sind.</p><p><strong>Mit Freunden sprechen</strong>: weil ich dabei nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen muss, weil Lebenserfahrungen ausgetauscht werden und auch über manchem Blödsinn noch gelacht werden kann.</p><p><strong>Beten</strong>: weil ich mich dabei aus der Verkrampfung löse, alles selber machen zu müssen.</p><p>Vielleicht regt dieses Rezept des Thomas von Aquin uns am Laetare-Sonntag einmal an, über unsere persönlichen Freudequellen nachzudenken.</p><p>Eines ist klar: „Von Herzen frohe Menschen sind immer eine Wohltat, ein Segen, sie sind Lebens- und Verwandlungskünstler, sie wirken ansteckend, erheiternd, erhellend, aufmunternd.“ (Paul Weismantel).</p><p>Einen gesegneten Sonntag und eine gute Woche wünscht<br /><em>Diakon Alexander Fuchs</em><br />&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Worte zur Woche</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-70940</guid><pubDate>Tue, 03 Mar 2026 11:08:15 +0100</pubDate><title>08.03.2026 - Dritter Fastensonntag</title><link>https://aschaffenburg-ost.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail-1/ansicht/08032026-dritter-fastensonntag/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Leserin, lieber Leser,</p><p>wer in diesen Tagen die Kirchen unserer Pfarreiengemeinschaft besucht wird feststellen, dass in allen das kleinformatige MISEREOR Hungertuch aufgestellt ist. Seit Aschermittwoch will es uns daran erinnern, dass das Fasten nicht nur eine persönliche, private Dimension hat: Ich trete kürzer; ich spare ein; ich nehme weniger zu mir; ich verbrauche weniger Benzin oder Diesel; usw.</p><p>Die Fastenzeit ist immer auch nach außen gerichtet und soll im persönlichen Umfeld Verbesserungen anbahnen, wie auch im weltweiten Zusammenleben politische Zeichen setzen. Eine Auswirkung meines persönlichen Fasten kann sein, dass ich das Geld, das ich für den Einkauf bei Fleisch- und Wurstwaren einspare, für einen sozialen Zweck spende: Benachteiligte Menschen kommt dann mein persönlicher Verzicht zu Gute.</p><p>Eine weitere Auswirkung kann sein, dass ich bewusst meine Finanzen betrachte und in der Fastenzeit etwas reichlicher spende. Die großen Kirchen bitten ja in dieser Zeit um kräftige Unterstützung. Mein persönlicher Beitrag kann dann dazu führen, dass in den Ländern des Südens Bildungsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche durchgeführt werden, die deren Perspektive auf ein gutes Leben im eigenen Land verbessern helfen.</p><p>MISEREOR baut ja nicht nur Brunnen, um die Landbevölkerung dort mit sauberen Trinkwasser zu versorgen, sondern bildet auch Erzieherinnen und Lehrkräfte aus, um die überwiegend junge Bevölkerung Bildung und Selbstständigkeit zu vermitteln.</p><p>Das Gebetbildchen, das für dieses Jahr zum Hungertuch 2025-2026 erstellt wurde, konnten Gottesdienstteilnehmerinnen und Teilnehmer an den vergangenen beiden Sonntag erhalten: Es wurde dann gemeinsam als Schlussgebet gesprochen und jede und jeder der es mitnehmen wollte, konnte dies gerne tun.</p><p>Mit allen, die diese Gedanken zur Fastenzeit lesen, wollen wir durch dieses Gebet Stärkung, Orientierung und Ermutigung finden: Möge uns Gott, der Barmherzige Vater, uns mit seinem Segen begleiten und führen!</p><p><strong>ANTENNEN DER LIEBE</strong></p><p>Gott,<br />lass uns Antennen deiner Liebe sein.<br />Hoch aufgerichtet und sensibel für das,<br />was Menschen bewegt,<br />bereit, jeden Funken deiner Liebe weiterzutragen.</p><p>Lass uns handeln, wo Not sichtbar wird,<br />Hoffnung säen, wo Verzweiflung wächst.</p><p>Lass unsere Taten wie Signale leuchten,<br />die weit reichen, über Straßen, Städte, Länder<br />und Grenzen hinweg.</p><p>Lass sie Menschen verbinden,<br />die Licht und Liebe suchen.</p><p>Gib uns Mut,<br />aufmerksam und wachsam zu bleiben,<br />unsere Liebe in Bewegung zu setzen,<br />damit sie sichtbar wird, hörbar, spürbar -<br />ein Echo deiner Gegenwart in unserer Welt.</p><p>Amen.</p><p>Einen gesegneten Sonntag wünscht im Namen des Seelsorgerteams<br /><em>Pfarrer Nikolaus Hegler</em><br />&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Worte zur Woche</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-70795</guid><pubDate>Mon, 23 Feb 2026 14:22:59 +0100</pubDate><title>01.03.2026 - Zweiter Fastensonntag</title><link>https://aschaffenburg-ost.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail-1/ansicht/01032026-zweiter-fastensonntag/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Unser Alltag fühlt sich oft alles andere als himmlisch an. Termine drängen, Sorgen lassen uns schlecht schlafen, Konflikte kosten Kraft – und manchmal bleibt kaum Raum für das, was uns eigentlich trägt. Genau in diese graue Wirklichkeit hinein erinnert uns das Evangelium dieser Woche an etwas Entscheidendes: Hinter dem Sichtbaren gibt es eine andere Realität – die Wirklichkeit Gottes. Eine Wirklichkeit, die nicht vergeht und die wir in Jesus Christus erfahren können.</p><p>Viele von uns kennen das: Äußere Umstände bestimmen schnell unsere Stimmung. Ein unbedachtes Wort, eine schlechte Nachricht, fehlende Anerkennung oder die ständige Erreichbarkeit. Auch gesellschaftliche Themen können uns beschäftigen, zum Beispiel Diskussionen im Wahlkampf. All das nimmt Platz in unserem Herzen ein - und plötzlich fühlen wir uns leer, unruhig oder allein. Das Evangelium lädt uns ein, ehrlich hinzuschauen: Was steht eigentlich an erster Stelle in unserem Herzen? Wovon lassen wir uns bestimmen? Wenn Christus dort Raum bekommt, verändert das unseren Blick – nicht weil alle Probleme verschwinden, sondern weil wir ihnen nicht mehr allein begegnen.</p><p>Petrus musste nach einer Erscheinung auf dem Berg wieder hinunter in den Alltag. Auch wir können die besonderen Momente des Glaubens nicht festhalten. Aber wir dürfen wissen: Christus geht mit. Er begleitet uns in stressige Arbeitstage, in schwierige Gespräche, in Zeiten von Krankheit, Überforderung oder Zweifel – ebenso wie in Auseinandersetzungen über politische Entscheidungen und die Frage, wie wir miteinander respektvoll umgehen. Sein Licht hilft uns Orientierung zu finden, wo wir den Überblick verlieren und schenkt Halt, wo wir ins Wanken geraten.</p><p>Ganz praktisch kann das heißen, sich bewusst kleine Erinnerungen zu schaffen: ein Bibelvers am Kühlschrank, ein Kreuz auf dem Schreibtisch, ein kurzes Gebet am Morgen oder ein Moment der Stille zwischendurch. Und auch das Miteinander in der Gemeinde gehört dazu – ein offenes Ohr, ein aufmunterndes Wort, das gemeinsame Erinnern daran, dass Gottes Wirklichkeit größer ist als das, was wir gerade sehen.</p><p>Möge diese Woche uns neu ermutigen, Christus einen Platz im Herzen zu geben – und so den Schlüssel zu Gottes Wirklichkeit immer wieder zur Hand zu nehmen, mitten im ganz normalen Leben.</p><p>Eine himmlische Woche wünscht Ihnen&nbsp;<br /><em>Gottesdienstbeauftragte Vanessa Riemer</em><br />&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Worte zur Woche</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-70658</guid><pubDate>Tue, 17 Feb 2026 10:15:36 +0100</pubDate><title>22.02.2026 - Erster Fastensonntag</title><link>https://aschaffenburg-ost.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail-1/ansicht/22022026-erster-fastensonntag/</link><description>Fasten</description><content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt beginnt die Fastenzeit, die 40 Tage der Zeit der Vorbereitung auf Ostern, auf das Fest des Lebens, auf das Fest der Auferstehung Jesu.</p><p>Bereits in der alten Kirche war diese Zeit eine große Zeit des Verzichtes, wichtig war der Verzicht auf Fleisch. Außerdem, nach einem Verzicht, ist die Freude des Feierns danach groß.</p><p>Aber bei den Propheten ist das anders, sie belehren uns, was eigentlich Fasten heißt. Richtig Fasten &nbsp;heißt nicht nach außen zeigen, dass ich verzichte. Richtig Fasten heißt sich besonders um die Liebe &nbsp;zu den Kleinen, Armen und Schwachen bemühen.</p><p>In unserer Gesellschaft und auch in den Kirchen gibt es verschiedene Vorschläge, wie jemand verzichten kann: weniger Auto fahren, weniger das Handy nutzen, keinen Alkohol trinken, nicht rauchen….</p><p>Schauen wir das Evangelium und Jesus an, der in der Wüste gefastet hat. Was sagt der Versucher? Steine zu Brot werden lassen, vielleicht nicht genießen um jeden Preis, alles haben wollen. &nbsp;Sich vom Tempel herabstürzen: normal sein, nicht etwas besonders Auffälliges tun, wie viele junge Leute heute, die sich von den asozialen Medien verführen lassen. Nicht der Größte, Mächtigste, Gescheiteste sein wollen, sondern normal sein, sich klein machen.</p><p>Das ist das Beispiel Jesu: Verzichten auf sein Gottsein, er steigt herab ganz zu uns Menschen, ganz als einer von uns. Warum? Aus unendlicher Liebe.</p><p>Es täte uns gut, von dieser Liebe Jesu zu lernen, die Liebe, das Herabsteigen im Alltag zu leben. Ich glaube, das wäre ein richtiges Fasten als Vorbereitung auf Ostern.</p><p>Ich wünsche uns allen Gottes Segen für diese Zeit,<br /><em>ihr Karl Mödl, Pfr. i. R. mit dem Seelsorgeteam.</em><br />&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Worte zur Woche</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-70503</guid><pubDate>Mon, 09 Feb 2026 14:13:32 +0100</pubDate><title>15.02.2026 - 6. Sonntag im Jahreskreis</title><link>https://aschaffenburg-ost.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail-1/ansicht/15022026-6-sonntag-im-jahreskreis/</link><description>Überfließende Gerechtigkeit</description><content:encoded><![CDATA[<p>Was ist Gerechtigkeit? Wann würden wir einen Menschen „gerecht“ nennen?</p><p>Ist die Mutter gerecht, die jedem Kind genau das Gleiche zukommen lässt – nach dem Motto: „Ich behandle jeden wie den anderen.“</p><p>Oder ist die Mutter gerecht, die sagt: Meinen Jakob muss ich anders behandeln als meine Mia. Denn von ihrem Wesen sind sie grundverschieden. Jakob braucht einfach mehr Zuneigung und Nachsicht als die selbstbewusste Mia.</p><p>Welche der beiden Mütter ist „gerecht“?</p><p>Was ist Gerechtigkeit? Jedem das Gleiche. Oder jedem nach Leistung? Wer mehr leistet, bekommt auch mehr! Oder jedem so viel, wie er braucht?</p><p>Auch bei Jesus geht es im Evangelium des kommenden Sonntags um dieses Thema der Gerechtigkeit. Er hält seinen Schülern vor: „Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.“</p><p>Was stellt sich Jesus unter einer „größeren“ Gerechtigkeit vor? Was ist damit gemeint? Jesus spricht von einer Gerechtigkeit „über die Maßen“. Wie eine solche „überfließende Gerechtigkeit“ gehen kann, sollen zwei Beispiele zeigen, eines aus alter Zeit und eines aus unserer Gegenwart:</p><p>Eine Erzählung von Franz von Assisi: Zur Anfangszeit, als die ersten Brüder sich Franziskus anschlossen hatten, vereinbarte er mit ihnen ein strenges Fasten. Da geschah es, dass zur Mitternachtsstunde ein Bruder zu schreien anfing: „Ich sterbe, ich sterbe“. Erstaunt und erschrocken wachten alle auf und Franziskus fragte: „Wer hat das gesagt?“ Und einer der Brüder sagte: „Ich war es, denn ich sterbe vor Hunger!“ Daraufhin ließ Franziskus den Tisch zubereiten, und da er ein Mensch mit großem Mitgefühl und Einfühlungsvermögen war, aß er mit ihm, damit dieser sich nicht schämen müsse, allein zu essen. Er wollte zudem, dass alle andere mitaßen.</p><p>Franziskus stellt den Mitbruder, der dem strengen Fasten nicht gewachsen ist, nicht bloß, sondern versetzt sich in seine Lage, ist empathisch. Er handelt nach dem Motto: Erbarmen vor Vorschrift. Mitgefühl mit Schwäche vor der Durchsetzung eines Ideals. Das ist „überfließende“ Gerechtigkeit.</p><p>Ein zweites Beispiel aus unserer Zeit: Elie Wiesel im KZ Buchenwald. Er war 16 Jahre alt und hatte seine ganze Familie verloren. Im Rückblick schreibt er: „Ich erinnere mich an einen polnischen Rabbi. Es war am Ende von Jom Kippur, unserem höchsten Feiertag, für den das Gesetz strenges Fasten vorschreibt. Da bemühte er sich, diejenigen zu trösten, die nicht gefastet hatten. Das Gesetz verlangt von den Juden nicht, dass sie unter Lebensgefahr fasten, sprach er zu ihnen.</p><p>Der Rabbi selbst hatte gefastet. Aber aufgrund seiner Schwäche wurde er bei der nächsten Selektion mitgenommen. Als er abgeführt wurde, bat er seine Blockkameraden, das Totengebet zu sprechen. Der ganze Block betete für ihn.“</p><p>Das ist die „überfließende“ Gerechtigkeit: Sich selbst ganz streng an die Gebote halten, aber angesichts einer Krise andere davon entlasten, ihnen kein schlechtes Gewissen machen.</p><p>Einen gesegneten Sonntag und eine gute Woche wünscht<br /><em>Diakon Alexander Fuchs</em><br />&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Worte zur Woche</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-70357</guid><pubDate>Tue, 03 Feb 2026 09:51:54 +0100</pubDate><title>08.02.2026 - 5. Sonntag im Jahreskreis</title><link>https://aschaffenburg-ost.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail-1/ansicht/08022026-5-sonntag-im-jahreskreis/</link><description>„So soll euer Licht vor den Menschen leuchten,
damit sie eure guten Taten sehen
und euren Vater im Himmel preisen.“
vgl. Mt 5,13-16 Evangelium vom Sonntag
</description><content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Leserin, lieber Leser,</p><p>„Einander in die Pflicht nehmen!“, ist jetzt angesagt, da sich sehr schnell die Situation der Hauptamtlichen im Pastoralen Raum Aschaffenburg-Ost (=PR AB-Ost) verändern wird. Die Zahl der verantwortlichen Pfarrer wird sich in kurzer Zeit halbieren.</p><p>Der Hösbacher Pfarrer Matthias Rosenberger geht am Ostermontag in den Ruhestand und der Goldbacher Pfarrer Alfred Bauer hört ebenfalls an Ostern auf, wird aber noch die drei Weißen Sonntage mit den Gemeinden feiern.</p><p>Der Moderator des PR AB-Ost, der Haibacher Pfarrer Erich Sauer und ich werden dann als die beiden aktiven Priester zurückbleiben und zusammen mit den anderen Haupt- und Ehrenamtlichen MitarbeiterInnen uns den Herausforderungen der Pastoral stellen.</p><p>Es sieht jede und jeder sofort ein, dass das Angebot wie bisher nicht aufrecht erhalten werden kann. Und es wird deutlich, dass es mehr Zeugnis und Engagement von denen braucht, die sich durch Taufe und Firmung zu Jesus Christus bekennen.</p><p>Das Gleichnis vom „Salz der Erde und Licht der Welt“, mit dem Jesus die Männer und Frauen damals in die Pflicht nimmt, die sich ihm angeschlossen haben, trifft die Situation auf den Kopf. Es macht deutlich, dass der Herr sich selbst nicht als Einzelkämpfer versteht, sondern denen etwas zutraut, die sein Evangelium annehmen und leben wollen.</p><p>Und es gibt viele Möglichkeiten in den Dunkelheiten unserer Zeit Licht für andere zu sein.</p><p>Der Prophet Jesaja nennt die Dinge beim Namen, die es gilt miteinander umzusetzen:</p><ul><li>mit dem Hungrigen dein Brot zu brechen</li><li>obdachlose Arme ins Haus aufzunehmen</li><li>wenn du einen Nackten siehst, ihn zu bekleiden</li><li>dich deiner Verwandtschaft nicht zu entziehen</li><li>die Unterjochung aus deiner Mitte entfernen</li><li>auf keinen mit dem Finger zeigen</li><li>niemandem übel nachreden</li><li>den Hungrigen stärken</li><li>den Gebeugten satt machen</li></ul><p>„Denn dann geht im Dunkel dein Licht auf und deine Finsternis wird hell wie der Mittag.“<br />(vgl. Jes 58,7-10 Erste Lesung vom Sonntag)</p><p>Es gilt also, liebe Schwestern und Brüder, die Situation beim Schopf zu ergreifen und die entstehenden Leerstellen mit Freude und mit Zuversicht auszufüllen und in Gemeinschaft den Glauben zu leben.</p><p>Denn wenn die hauptamtlichen Pfarrer weniger werden, dann sind es die Getauften an der Basis, die Licht für andere werden können und frei von amtlicher Bevormundung das Heft nun selber in die Hand nehmen sollen.</p><p>Die ersehnte Demokratisierung der römisch-katholischen Kirche vor Ort bricht sich nun Bahn. Es gilt denen zu vertrauen, die ihren Glauben als Dienst an die Gemeinschaft verstehen, die begreifen, dass sie nun zu handelnden Akteuren werden, die Licht für andere werden wollen.</p><p>Haben wir den Mut und stehen wir auf!, so lautet doch auch das Motto des diesjährigen Katholikentages in Würzburg.</p><p>Mit Ihnen bin ich unterwegs!<br /><em>Ihr Nikolaus Hegler, Pfarrer</em><br />&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Worte zur Woche</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-70174</guid><pubDate>Tue, 27 Jan 2026 08:32:23 +0100</pubDate><title>01.02.2026 - 4. Sonntag im Jahreskreis</title><link>https://aschaffenburg-ost.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail-1/ansicht/01022026-4-sonntag-im-jahreskreis/</link><description>Selig seid ihr! (Evangelium vom 4. Sonntag im Jahreskreis A – Mt 5, 1-12a)</description><content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Leserin, lieber Leser,</p><p>Als Jesus auf den Berg steigt und zu den Menschen spricht, beginnt er nicht mit Forderungen oder Regeln, sondern mit Zuspruch. Die Seligpreisungen im Matthäusevangelium zeichnen ein Bild davon, wen Gott glücklich nennt. Es sind nicht die Lauten, die Erfolgreichen oder die Perfekten. Es sind Menschen mit offenem Herzen.</p><p>„Selig“ klingt für unsere Ohren vielleicht altmodisch. Heute würden wir eher sagen: erfüllt, getragen, gesehen. Selig ist, wer innerlich weiß, dass er oder sie gemeint ist. Jesus spricht Menschen an, die sich oft nicht im Rampenlicht wiederfinden.</p><p>Selig sind die Armen im Geiste – das könnten heute Menschen sein, die wissen, dass sie nicht alles im Griff haben. Die sich Hilfe holen können und nicht so tun müssen, als wären sie stark. In einer Welt, die Selbstoptimierung fordert, ist das eine stille Stärke. Gott verheißt ihnen Nähe, nicht Abwertung.</p><p>Selig sind die Trauernden – das sind Menschen, die fühlen, die Verluste zulassen und nicht einfach „funktionieren“. Wer trauert, zeigt, dass ihm etwas oder jemand wichtig war. Tränen sind kein Zeichen von Schwäche, sondern von Tiefe. Jesus verspricht Trost, nicht Vertröstung.</p><p>Selig sind die Sanftmütigen – vielleicht würden wir heute sagen: die Rücksichtsvollen, die Freundlichen, die nicht immer recht behalten müssen. Menschen, die zuhören können und nicht sofort zurückschlagen. Sanftmut ist keine Kraftlosigkeit, sondern kontrollierte Stärke. Sie verändert Beziehungen leise, aber nachhaltig.</p><p>Selig sind, die hungern und dürsten nach Gerechtigkeit. Das sind Menschen, die Ungerechtigkeit nicht einfach hinnehmen, sondern innerlich spüren: So sollte es nicht bleiben. Die sich einsetzen – im Großen oder im Kleinen. Ihr Hunger zeigt, dass ihnen diese Welt nicht egal ist.</p><p>Selig sind die Barmherzigen, die Friedensstifter, die reinen Herzens sind. Das könnten heute die Hilfsbereiten sein, die Geduldigen, die, die Brücken bauen, statt Gräben zu vertiefen. Menschen, die Fehler verzeihen können – auch sich selbst. In ihnen wird etwas von Gottes Liebe sichtbar.</p><p>Die Seligpreisungen sagen uns: Es ist okay, so zu sein, wie wir sind – mit unseren Ecken, Fragen und Verletzlichkeiten. Entscheidend ist nicht Perfektion, sondern ein gutes Herz. Jesus stellt die Welt auf den Kopf und zeigt: Gottes Blick ruht besonders auf denen, die leise, ehrlich und menschlich unterwegs sind. Und vielleicht liegt genau darin das wahre Glück.</p><p>Einen frohen Sonntag wünscht Ihnen<br /><em>Gottesdienstbeauftragte Dr. Julia Glaser</em></p>]]></content:encoded><category>Worte zur Woche</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-70003</guid><pubDate>Mon, 19 Jan 2026 15:02:59 +0100</pubDate><title>26.01.2026 - 3. Sonntag im Jahreskreis</title><link>https://aschaffenburg-ost.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail-1/ansicht/einheit-der-christen/</link><description>Einheit der Christen?</description><content:encoded><![CDATA[<p>In dieser Woche ist bei vielen Christen die Woche des Betens um die Einheit. Jesu Anliegen ist diese Einheit. Im Johannesevangelium betet er zum himmlischen Vater: „Vater, lass sie eins sein miteinander, du in mir und ich in dir.“</p><p>Der Evangelist sagt dieses Wort Jesu, weil es auch in seiner Zeit verschiedene Strömungen unter den Christen gab, verschiedene Meinungen, einseitige Behauptungen. Wer in die Geschichte der Christen hineinschaut, kann verschiedene Glaubensmeinungen feststellen. Zur Lösung gab es Versammlungen. Zum Beispiel sind es in diesem Jahr 1700 Jahre des Konzils von Nizäa, wo unser Glaubensbekenntnis - Jesus als Gott und Mensch - erklärt wurde.</p><p>Aber es gibt tatsächlich eine Einheit: Alle Christen haben dieselbe Taufe empfangen, so gehören sie alle zum heiligen Volk Gottes. Während meines Studiums in Freiburg musste ich im kirchenrechtlichen Seminar einen Vortrag erarbeiten: die gemeinsame Taufe aller Christen, was bedeutet das?</p><p>Leider ist lange vergessen worden, dass wir eigentlich mehr gemeinsam haben, als was uns trennt:&nbsp;die Gemeinschaft mit Jesus, der dreieinige Gott, das Wort Gottes, die ganze Bibel.</p><p>Als langjähriger Disaspora-Pfarrer, mit einer simultanen Pfarrkirche, war ich auf viel Gemeinsames angewiesen.</p><p>Als Christen können wir viel miteinander tun, wenn wir Freunde sind. In unserer geistlichen Familie von Charles de Foucauld gibt es evangelische Gemeinschaften, in England gibt es in der Priestergemeinschaft anglikanische Pfarrer.</p><p>Ich selbst habe früher viele evangelische Pfarrer als Freunde gehabt. Ich denke, kleine Schritte können helfen.</p><p>Wichtig ist auch für alle Christen die Bezeichnung „christliche Kirchen“ zu wählen, aber das ist nicht selbstverständlich. Wir dürfen das dringende Anliegen Jesu nicht vergessen.</p><p>Ich wünsche uns allen eine tiefe Sehnsucht nach der Einheit der Christen.</p><p><em>Ihr Karl Mödl, Pfr. i. R. mit dem Seelsorgeteam</em></p>]]></content:encoded><category>Worte zur Woche</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-69265</guid><pubDate>Sun, 14 Dec 2025 16:08:00 +0100</pubDate><title>WzW - Was ist eine Tugend? Geduld oder Ungeduld?</title><link>https://aschaffenburg-ost.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail-1/ansicht/wzw-was-ist-eine-tugend-geduld-oder-ungeduld/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<div itemprop="articleBody"><p>14.12.2025 - Dritter Adventssonntag -&nbsp;Viele unserer Adventslieder sind geprägt von einer brennenden Ungeduld</p><p>„O komm, o komm Immanuel!“, „O Heiland reiß die Himmel auf!“ oder der Ruf „Marana tha, komm doch, Herr!“.</p><p>Auf der anderen Seite sehnen wir uns gerade in der Adventszeit nach Stille, wollen uns den Wert des Wartens bewusst machen und darin einüben. Sind des Rennens und Hastens müde und sehnen uns nach einer ruhigen entspannten Lebensart.</p><p>Und dafür haben wir auch biblische Paten. Der Jakobusbrief mahnt zur Geduld: „Brüder, haltet geduldig aus bis zur Ankunft des Herrn. Auch der Bauer wartet auf die kostbare Frucht der Erde. Er wartet geduldig, bis im Herbst und im Frühjahr Regen fällt. Ebenso geduldig sollt auch ihr sein!“</p><p>Was ist also besser? Geduld oder Ungeduld?</p><p>Aber ist das nicht eine falsche Fragestellung? Müsste man nicht vielmehr fragen: Wann ist Geduld gut? Wann ist sie schlecht? Wann ist Ungeduld gut? Wann ist sie schlecht?</p><p>Geduld zu üben ist die wirksamste Methode, unseren inneren Frieden zu wahren, meint der Dalai Lama - und er hat Recht.</p><p>Geduld ist das Schwerste und das Einzige, was zu lernen sich lohnt. Alle Natur, alles Wachstum, aller Friede, alles Gedeihen und Schöne in der Welt beruht auf Geduld, braucht Zeit, braucht Stille, braucht Vertrauen, behauptet Hermann Hesse - und er hat Recht.</p><p>Es gibt eine Geduld, die abwarten kann, bis der richtige Zeitpunkt da ist; die den anderen Menschen aushält, die zäh an Dingen festhält, die ich für wichtig und richtig halte. Eine Geduld, die sich nicht durch Widerstände und Niederlagen entmutigen lässt.</p><p>Aber gibt es nicht auch eine Geduld, die uns einredet, es müsse alles ertragen werden, man könne doch nichts machen, eine Geduld, die blind macht für das Leid anderer?</p><p>Ungeduld hingegen wird zur Tugend, wenn sie es nicht erträgt, dass Verhältnisse so ungerecht sind, dass Menschen an ihnen kaputtgehen.</p><p>Im Leben braucht es also die Geduld und die Ungeduld - im guten Sinn verstanden. Und vielleicht bringt Johannes Don Bosco das Verhältnis von Geduld und Ungeduld auf die richtige Formel, wenn er meint:</p><blockquote><p>„Tut, was ihr könnt! Gott wird tun, was wir nicht können.“</p></blockquote><p>Einen gesegneten 3. Advent wünscht<br /><em>Diakon Alexander Fuchs für das gesamte Seelsorgeteam</em></p></div>]]></content:encoded><category>Worte zur Woche</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-69266</guid><pubDate>Mon, 01 Dec 2025 16:13:00 +0100</pubDate><title>WzW - Nikolaus</title><link>https://aschaffenburg-ost.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail-1/ansicht/wzw-nikolaus/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<div itemprop="articleBody"><p>01.12.2025 - Zweiter Adventssonntag -&nbsp;In dieser Woche feiern wir das Fest des Heiligen Nikolaus. Viele Kinder freuen sich auf diesen Tag, Nikolaus schenkt uns viel Gutes.</p><p>Nikolaus war Bischof von Myra in Kleinasien, heutige Türkei, ein Hafen im Mittelmeer. Wahrscheinlich war er auch Teilnehmer des Konzils von Nizäa 325, wo das heutige Glaubensbekenntnis der Christen festgelegt wurde</p><p>In meiner Kindheit war er ein wenig zwiespältig. Uns Kindern wurde oft große Angst vor dem Nikolaus gemacht. Wenn wir zu laut waren, klopfte jemand ans Fenster und man sage: das war der Nikolaus, er mahnt euch. Wenn er kam brachte er sein großes Buch mit, in dem alles stand, was wir Kinder nicht gut gemacht hatten. Sein Knecht Ruprecht war mit Rute und Sack für die bösen Kinder dabei.</p><p>Ich glaube, das war nicht gut.</p><p>Heute ist es anders. Heute nähern wir uns wieder dem guten Bischof Nikolaus. Er hatte ein ganz großes Herz für die Kinder, die Armen und Schwachen. Auch in der Ostkirche wird er deshalb verehrt.</p><p>In Geschichten wird viel von seiner Güte erzählt. Einem bitterarmen Vater schenkte er für seine Töchter zwei Goldklumpen. Als in seiner Stadt eine große Hungersnot war, war im Hafen ein römisches Getreideschiff. Er bat den Kapitän, sein Getreide der hungernden Bevölkerung zu geben Er tat es. Und als er in Rom ankam, hatte er wieder Getreide im Schiff.</p><p>In Nikolaus zeigt sich die Liebe und Güte Jesu für die Armen und Schwachen. Deshalb feiern wir ihn jedes Jahr.</p><p>Ich wünsche uns allen ein Stück von der Liebe zu den Kleinen - wie Nikolaus.<br /><em>Ihr Karl Mödl, Pfr. i. R. mit dem Seelsorgeteam</em></p></div>]]></content:encoded><category>Worte zur Woche</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-69267</guid><pubDate>Sun, 30 Nov 2025 16:14:00 +0100</pubDate><title>WzW - Adventszeit</title><link>https://aschaffenburg-ost.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail-1/ansicht/wzw-adventszeit/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<div itemprop="articleBody"><p>30.11.2025 -&nbsp;Erster Adventssonntag -&nbsp;Mit dem kommenden Wochenende beginnt der Advent, die Vorbereitungszeit auf das Fest der Geburt Jesu. Advent heißt Ankunft.</p><p>Es ist eine zweifache Ankunft Jesu gemeint. Es beginnt mit dem Ausblick auf die Ankunft Jesu am Ende aller Zeiten und am Ende unserer persönlichen Zeit. Das zweite ist die irdische Ankunft Jesu durch seine Geburt bei uns Menschen.</p><p>Am Anfang dieser Woche steht der erste Gedanke: die Ankunft Jesu zum Gericht am jüngsten Tag. Jesus sagt seinen Jüngern und uns: Seid wachsam.</p><p>In der Vergangenheit wurde uns Christen große Angst gemacht. Wenn du dieses oder jenes nicht tust, dann bist du verurteilt. Aber es ist derselbe Jesus, der aus Liebe zu uns herabstieg und der am Ende vor uns steht. Am ewigen Tag schaut Jesus mich an und in seinem Blick erkenne ich mich ganz.</p><p>Jesu Blick ist immer ein Blick der Liebe. Jesus ist Gottes liebendes Du. Deshalb heißt es einmal im Evangelium: Wenn ihr das erlebt, dann erhebt euer Haupt, denn es naht eure Erlösung. Das Kommen Jesu befreit uns von allen Sorgen und Nöten. Die Evangelien sagen es den Christen der damaligen Zeit, die verfolgt wurden wegen ihres Glaubens. Wenn Jesus kommt, ist alle Verfolgung zu Ende. Ihr seid bei ihm zuhause. Wir dürfen das auch auf uns heute anwenden. Ankunft Jesu heißt bei dem zuhause zu sein, der mich voll Liebe erwartet.</p><p>Deshalb brauchen wir keine Angst zu haben. Wir leben in einer Zeit heute, wo viele Menschen Angst haben vor vielem Möglichen…. Wir Christen dürfen frei von Angst sein. Was kann uns schon passieren, wir können nur in die liebenden Arme Jesu hineinfallen.</p><p>Wir leben jetzt in einer dunklen Zeit, aber Jesus ist das Licht, das alles Dunkel erhellt. Deshalb zünden wir gerne im Dunkeln die Kerzen an.</p><p>Ich wünsche uns allen einen gesegneten Advent, eine angstfreie und hoffnungsvolle Zeit.<br /><em>Ihr Karl Mödl, Pfr. i. R. mit dem Seelsorgeteam</em></p></div>]]></content:encoded><category>Worte zur Woche</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-69268</guid><pubDate>Sun, 23 Nov 2025 16:15:00 +0100</pubDate><title>WzW - Kirchengeschichte</title><link>https://aschaffenburg-ost.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail-1/ansicht/wzw-kirchengeschichte/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<div itemprop="articleBody"><p>23.11.2025 -&nbsp;Christkönigssonntag -&nbsp;In den kommenden Tagen findet meine hauptamtliche Geschichte mit der Kirche ihren Abschluss. Da gehen die Gedanken nochmal durch alle Etappen hindurch - bis hin zurück zum Anfang.</p><p>Was hat mich eigentlich damals in den Siebziger Jahren bewegt, Theologie zu studieren und einen kirchlichen Beruf anzustreben? Sozialpädagogik oder Psychologie standen doch auch schon mal auf meinem jugendlichen Wunschzettel …</p><p>Es war wohl dieser unbändige Aufbruch des Zweiten Vatikanums, der mich zeitversetzt packte. Dynamik. Öffnung. Modernität. Menschenfreundlichkeit. Gesellschaftliches Engagement. Stimmige Worte und Lieder. Wirkmächtige Gemeinschaften. Spürbare Vergegenwärtigung Jesu.</p><p>Das alles konnte ich dann tatsächlich in meiner Arbeit finden und auch verstärken – mal mehr, mal weniger. Doch die Kircheninstitutionsgeschichte hat sich anders entwickelt. Viel zu spät habe ich zum Beispiel realisiert, dass es die Beschlüsse der „Würzburger Synode“ nie über den römischen Papierkorb hinaus geschafft haben. Auch habe ich nicht in der Tiefe erkannt bzw. ernstgenommen, wie Wojtyla und Ratzinger die lehramtlichen Schrauben immer mehr zurückdrehten. Schließlich haben dann irgendwann auch in unserer Diözese die Restauratoren die Regie übernommen. So fand ich mich ungewollt als Geisterfahrer wieder, obwohl ich gefühlt immer in der gleichen Richtung unterwegs war. Seelenlose Pastoralplanung und arrogante Bürokratie waren zuletzt noch das, was bei mir ankam.</p><p>Soweit meine persönliche Geschichte mit der Kirche. Gott sei Dank betrifft sie nicht meine Glaubensgeschichte. Und verbiegen habe ich mich auch nicht lassen.</p><p>Einen schönen Christ-König-Sonntag,<br /><em>Richard Rosenberger</em></p></div>]]></content:encoded><category>Worte zur Woche</category></item></channel></rss>