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09.08.2026 - 19. Sonntag im Jahreskreis

Gott spricht auch leise

In der Lesung des kommenden Sonntags begegnet uns der Prophet Elija. Zuvor hat er alle Götzenpriester des Baal umbringen lassen. Jetzt muss er in die Wüste fliehen, er möchte sterben. Aber Gott schickt ihn zum Berg, an dem Gott mit seinem Volk seinen Liebesbund geschlossen hat.

Dort will er ihm begegnen.

Aber er zeigt ihm, dass er keine Gewalt will. Gott kommt zu ihm nicht im Sturm, nicht im Erdbeben, nicht im Feuer.

Nein, er begegnet ihm im leisen Hauch des Windes (es ist eine Stimme verschwebendes Schweigens) Gott schenkt ihm neue Hoffnung: es gibt noch genug Menschen in meinem Volk, die nach meinem Bund leben.

Habe keine Angst, habe Geduld, nimm dir Zeit zum Hören.

Das heißt für uns in unserer hektischen Zeit: Gott spricht auch leise zu uns. Wir müssen nur still sein, ihn in unser Herz hineinlassen und über ihn nachdenken.

Es wäre gut, wenn wir wieder lernen würden, ganz still zu werden, uns Zeit zu nehmen zum Hören und zum Nachdenken.

Wir dürfen von Gott lernen, dass Gewalt nicht gut ist, sondern lernen, behutsam zu sein.

Auch bei der Feier des Herrenmahles gibt es viele Stellen, wo wir still beten könnten, still nachdenken könnten. Es muss nur möglich sein.

Gottes leise Stimme vernehmen wir auch im Alltag, wenn wir uns freuen über die Blumen, über das Rauschen der Bäume, über das Singen der Vögel, über Menschen, die uns begegnen.

Ich wünsche uns allen, dass wir Gottes Stimme hören können.
Ihr Karl Mödl, Pfr. i. R. mit dem Team der Seelsorge
 

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