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GG - Mehrwegoffensive statt Vermüllung 

Fastfoodverpackungen, Einwegbecher … Immer mehr Müll wird achtlos weggeworfen, vor allem Verpackungen rund ums Essen und Trinken. Die Entsorgung kostet die Kommunen viel Geld. 

Die Bundesregierung hatte mit dem Verpackungsgesetz beschlossen, schrittweise ein Verbot für Einwegkunststoffverpackungen und eine Pflicht für Mehrwegverpackungen einzuführen. Bereits ab Juli 2021 wurde der Verkauf von bestimmten Artikeln aus Einwegkunststoff, wie Strohhalme, Besteck und Styroporboxen, verboten. Ab 2023 sind Betriebe bundesweit verpflichtet, Mehrwegverpackungen anzubieten. Leider ist die Quote immer noch niedrig.

Manche Kommunen gehen nun aktiv vor: Nach Tübingen hat nun auch Freiburg zur Müllvermeidung im Januar 2026 eine Mehrwegoffensive gestartet und eine Verpackungssteuer beschlossen, die das Bundesverfassungsgericht als rechtmäßig anerkannt hat. Allein in Freiburg wurden laut Umweltschutzamt bisher pro Tag rund 20.000 Einwegbecher ausgegeben, pro Jahr sind es rund 7,6 Millionen. Um den Mehrweganteil zu erhöhen, hat die Stadt einen Mehrwegverbund mit eigener Spüllogistik eingeführt und fördert lokale Akteure beim Aufbau des Mehrwegsystems. 

Für Verbraucher ist es ganz einfach: Die Mehrwegbehälter mit QR-Code kosten lediglich einen Pfandbetrag, sind praktisch, ressourcenschonend und können nach dem Gebrauch einfach an anderer Stelle des Mehrwegverbunds unkompliziert zurückgegeben werden.

Das freiwillige System wird bisher gut angenommen. Viele Cafés, Bäckereien, Lebensmittelgeschäfte, Tankstellen und öffentliche Einrichtungen sind inzwischen dem Verbund angeschlossen. Aber vor allem ziehen die Menschen mit –mit Bewusstsein für Nachhaltigkeit statt sorgloser Wegwerfmentalität. Und es ist politischer Wille vorhanden, zu experimentieren und neue Lösungen zu finden. (Quelle: www.freiburg.de; Weitere Infos s.u.: Tipps für Medien

Ellen Specht, Gabriele Seidel

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